Erarbeitung der Rehabilitierungsstrategie für die Ingenieurbauwerke des wallonischen Strassennetzes.
Wie bei den meisten europäischen Strassennetzen weist das Portfolio an Ingenieurbauwerken in der Wallonie – mehrheitlich zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren (am Ende der Wirtschaftswunderjahre) errichtet – eine Alterspyramide auf, die einen erheblichen Höhepunkt des Rehabilitierungsbedarfs in den kommenden Jahren ankündigt. In Kombination mit Instandhaltungspraktiken, die aus Mangel an Ressourcen eher Symptome als Ursachen bekämpfen, führt diese Realität heute zu einer beschleunigten Verschlechterung zahlreicher Bauwerke und einer signifikanten Anhäufung des Werterhaltungsrückstands.
Die Ziele des Audits waren daher:
Das Audit ermöglichte einerseits die Formulierung von Empfehlungen zur Verbesserung des Managementsystems und zur kohärenten Weiterentwicklung der Praxis (risikofokussierte Zustandsbewertung der Bauwerke, Optimierung der Eingriffsarten, Priorisierung der Bedarfe, Abstimmung zwischen Durchführungskapazität und Programm, Standardisierung und Digitalisierung der Planung).
Andererseits ermöglichten die 30-jährigen Budget- und Strategieszenarien die Modellierung der Entwicklung von Substanz- und Risikoindikatoren sowie die Definition eines optimalen Investitionsniveaus. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse beschloss die wallonische Regierung, ab 2025 die finanziellen Mittel für die Sanierung von Brücken zu erhöhen. Diese Entscheidung war von einer Reihe von Entwicklungen beim Management dieser Budgets begleitet, insbesondere der Festlegung mehrjähriger Investitionsziele nach Bauwerksgruppen.
Schliesslich ermöglicht die Bereitstellung der Tool-Plattform Eqylibr® sowie der im Rahmen des Audits erstellten Modelle eine Aktualisierung der Projektionen und eine Verfeinerung der Modelle mit aktuellen Daten.
6000 Brücken, Tunnels und Stützmauern