Strategischer und technischer Beratungsauftrag zur Aktualisierung und Entwicklung prädiktiver Kostenmodelle zur Unterstützung der Berechnung des Benützungsentgelts der Bahninfrastruktur von Infrabel sowie zur Erfüllung einer regulatorischen Anforderung an die Transparenz der direkt zurechenbaren Kosten (CDI) gegenüber der Regulierungsbehörde.
Infrabel muss seine Tarifierungsmethodik weiterentwickeln, um von einer Logik auf der Grundlage historisch aufgelaufener Kosten zu einem objektivierten, prädiktiven Ansatz überzugehen, der den aktuellen Zustand des Anlagenbestands und künftige Investitionsszenarien (CAPEX) einbezieht. Das finale Ziel ist ein dynamisches Tool, das in der Lage ist, die Auswirkungen von Erneuerungsstrategien, Instandhaltungsstrategien, technologischen Entwicklungen, Verkehrsanpassungen sowie organisatorischen und logistischen Komponenten auf die Betriebskosten (OPEX) zu simulieren.
Das Konsortium aus IMDM und ECOPLAN hat ein Tool entwickelt, das es ermöglicht, die Betriebskostenbasis (OPEX) über 30 Jahre entsprechend der Alterung des Netzes und den Investitionsplänen (CAPEX) zu prognostizieren und daraus die direkt zurechenbaren Kosten (CDI) abzuleiten, die für die Berechnung des Netzzugangsentgelts anrechenbar sind. Dadurch wird eine direkte Verbindung zwischen der Anlagenstrategie von Infrabel und der Preisgestaltung der Infrastruktur geschaffen.
Das Tool integriert darüber hinaus prädiktive Regeln für die verschiedenen Betriebsaufgaben. Der gewählte Ansatz ist hybrid und kombiniert eine statistische Analyse historischer Buchhaltungsdaten mit Ingenieurexpertise zur Definition erklärender Variablen für Kostenvariationen – in direktem Zusammenhang mit den Attributen der Anlagen vor Ort, logistischen Informationen, den Netzbelastungen und Technologien.